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4. Abziehen des Altmaterials

Im nächsten Arbeitsgang wird die oberste Schicht des Bodenbelages entfernt. Diese Ver-schleißschicht setzt sich vor allem aus Feinstkorn zusammen, das sich durch starke mechanische Beanspruchung während der Saison, sowie durch physikalische Korrosion bei Frost- Tauwechseln aus Rollkorn gebildet hat. Weitere Bestandteile sind feine Partikel aus der Luft, die durch Wind und Regen auf den Platz gelangen, sowie organische Lebewesen, wie Moos, Flechten und Unkräuter. Diese sind vor allem auf Anlagen mit ungenügender Pflege während der Spielsaison vorhanden.

Vorstehend genannte Arbeiten erfolgen von Hand. Mechanisierungen sind nur selten erfolgreich, da es sich immer um individuelle Platzverhältnisse handelt. Ist der Platz zu hart, die Decke zu feucht, sind Moos und Unkraut vorhanden, ist der Einsatz des von vielen Unternehmen eingesetzten Motorbesens erfolglos. Trotzdem wenden sie ihn häufig an. Die Folge ist, dass Rückstände samt Moos mit Neumaterial bedeckt werden, was den Anschein einer sorgfältigen Arbeit erweckt, aber nur die Verfestigung des Mooses herbeiführt.

Unsere Teams entfernen diese Schicht manuell mit Grobzahnschabern.
Mit der gezahnten Seite können besonders hartnäckige und vermooste Stellen vor dem Abstoßen aufgeraut werden. Diese Methode ist die qualitativ beste, zugleich aber auch physisch anspruchsvollste. Auf dieser Grundlage entwickeln wir momentan eine Methode, mit der es uns in der nächsten Saison möglich sein wird, die körperlichen Belastungen ohne Qualitätseinbußen deutlich zu reduzieren.

Starker Bewuchs im Randbereich
Große Abtragsmenge durch starken Bewuchs (ca. 4 t/Platz)



Das Material wird zuerst in Reihen geschoben, danach in Haufen.

Reihenweiser Abtrag des Materials
Bildung von Haufen zur leichteren Materialaufnahme



Vor allem im Linienbereich ist sowohl besonders vorsichtig, als auch sehr gründlich zu arbeiten. Es besteht immer die Gefahr, dass der Schaber hängen bleibt und die Linie herausreißt. Ist man in der Handhabung des Schabers geübt und befolgt man den Grundsatz, nie quer zur Linie zu schaben, bleiben derartige Zwischenfälle eine Ausnahme.

Besondere Platzverhältnisse

Alte und besonders harte Decken erfordern eine Auflockerung mit geeigneten Methoden. Hier bietet es sich an, die Decke beispielsweise mit gezogenen Nagelbrettern oder Igelwalzen auf-zurauen. Die Dimensionierung der Geräte richtet sich hierbei nach dem Grad der Härte. Derartige Probleme treten vor allem bei Plätzen in portablen Hallen auf. Ihnen fehlt die Frost-phase, da sich der Spielbetrieb auch über den Winter hinzieht. Ich empfehle ausdrücklich den Abbau portabler Hallen soweit vorzuziehen, dass letzte Fröste einwirken und die natürliche Auflockerung vornehmen können, wobei auf eine ausreichende Platzfeuchte zu achten ist.
Denn: natürliche Gefügelockerung ist besser als mechanische!

Einsatz von Fräsen

Der Einsatz von Fräsen ist in Deutschland weniger verbreitet und sollte nur dann erfolgen, wenn keine anderen Verfahren möglich sind. Angebotene Messerfräsen sind allgemein sehr teuer und zeichnen sich durch hohen Verschleiß aus. Ihr Vorteil jedoch liegt im Gegensatz zu Wellenfräsen darin, dass ihre Messer den Belag bis in eine angegebene Tiefe aufschneiden und so regenerieren. Wellenfräsen hingegen schälen das Material mit konstanter Schichtdicke ab, aber auch an den Stellen, wo nicht ab-geschabt werden soll oder auf Grund zu geringer Schichtdicke kann. Vor allem in Linienbereichen ist der Einsatz von Wellenfräsen gefährlich, da es bei Berührung der Fräse mit der Linie zur Zerstörung der Linie kommen kann.