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6. Vorwerfen

Vor dem Einbau der neuen Decke wird der Platz auf grobe Unebenheiten kontrolliert, welche mit Material ausgeglichen, scharriert bzw. abgewalzt werden. Vor allem vor und hinter der Grundlinie sind oft Senken anzutreffen, die ein Indiz dafür sind, dass vom Platzwart während der Saison kein bzw. zu wenig Material nachgestreut wurde. Teilweise muss zusätzlich die Grundlinie gehoben werden.

Sanierte Grundlinienbereiche, Flächen gewalzt, Grundlinien gehoben.

Die beste Methode, derartige Vertiefungen festzustellen ist, am Ende der Saison für jeden Platz einen Check durchzuführen, wobei neben den Vertiefungen, die sich nach stärkeren Regengüssen als Pfützen bemerkbar machen, sämtliche Ergebnisse festgehalten werden. Das können auszutauschende Linien sein, defekte Pfosten oder Geräte, etc. Dabei ist vom Platzwart unbedingt für jeden Platz ein gesondertes Blatt, denJahresendcheck, anzufertigen und dem Vorstand zu Saisonende, dem Tennisbauunternehmen vor Beginn der Arbeiten in Kopie zu übergeben. Der Vorstand ist so über die Probleme informiert und kann daraus den materiellen sowie finanziellen Bedarf für das nächste Jahr ableiten und das Tennisbauunternehmen kann die etwaigen zusätzlichen Arbeiten und benötigten Materialien einplanen.

Neben dem Ausgleichen von Unebenheiten gilt besondere Aufmerksamkeit solchen Stellen, an denen Bestandteile der Zwischenschicht, welche meist aus Lava besteht, die Deckschicht aus Ziegelmehl durchwandert haben. Dieses Phänomen ist vor allem bei älteren Platzen in Bereichen besonderer Beanspruchung und überhöhtem Abtrag während der Frühjahrsinstandsetzung zu beobachten, leider auch schon in den ersten Jahren nach Grundüberholungen bzw. Neubauten. Mit anderen Worten, die Unternehmen haben nicht fachgerecht gearbeitet und so genannte "Spardecken" eingebaut, die eine Schichtdicke im Durchschnitt von unter 2 cm statt der geforderten 2,5 cm aufweisen.

Ignoriert man einen solchen Zustand, können wenige Lavabrocken den Platz innerhalb einer Saison völlig zerstören. Werden derartige Stellen sichtbar, haben ihr Tennisbauunternehmen und ihr Platzwart über einen längeren Zeitraum erhebliche Fehler gemacht. Betroffene Bereiche müssen nach dem Zwischenwalzen unbedingt großflächig mit zusätzlichem Material ca. 5 mm aufgebaut werden. Nach dem Egalisieren des Ziegelmehls erfolgt ein weiterer Walzgang. Erst danach kann das Deckmaterial eingebracht werden.

Derartige Reparaturmaßnahmen sind sehr aufwändig, zudem mit zusätzlichen Kosten für Arbeitsaufwand und zusätzliches Material verbunden, aber unumgänglich, um in dieser Phase dennoch eine gute Bespielbarkeit des Platzes herzustellen. Auch müssen sie oftmals jährlich wiederholt werden, weil die Lava durch Frosteinwirkung wieder an die Oberfläche gelangen kann.

Sollten sie Fragen diesbezüglich haben, was eventuelle Fehler beim Bau einer solchen Anlage anbelangt und gegebenenfalls noch Gewährleistungsansprüche bestehen, stehen wir Ihnen jederzeit beratend zur Seite.